Bei einer Baggy Jeans ist die Größenfrage schwieriger als bei einer normalen Jeans, weil die Hose absichtlich nicht anliegt. Die übliche Regel, dass die Hose sitzen muss, gilt hier nur an einer einzigen Stelle: an der Hüfte. Alles darunter darf und soll weit sein. Deshalb führt die Frage nach der richtigen Größe oft in die Irre.
Zuerst: Baggy, Loose Fit oder Wide Leg
Die drei Begriffe werden oft durcheinander verwendet, meinen aber verschiedene Dinge.
Wide Leg heißt: Das Bein fällt vom Oberschenkel bis zum Saum gerade nach unten, ohne enger zu werden. Die Weite ist unten genauso groß wie oben.
Loose Fit ist weit am Oberschenkel, läuft aber nach unten wieder schmaler zu. Das sieht auf dem Produktbild ähnlich aus, fällt getragen aber deutlich anders.
Baggy beschreibt eigentlich nur, dass viel Stoff im Spiel ist, und wird für beides benutzt. In unserem Sortiment sind die meisten Modelle echte Wide-Leg-Schnitte.
Wenn dir wichtig ist, dass die Hose über dem Schuh eine Falte wirft und nicht am Knöchel eng wird, achte auf Wide Leg.
So misst du deine Größe
Am zuverlässigsten misst du nicht dich, sondern eine Hose, die dir passt. Leg sie flach auf den Boden, ohne sie zu dehnen.
Bundweite: Von der linken zur rechten Kante des Bundes messen und mit zwei multiplizieren. Das ist der Wert, der bei einer Baggy Jeans zählt.
Schrittlänge: Von der Schrittnaht senkrecht bis zum Saum. Bei Wide Leg darf dieser Wert ruhig ein bis zwei Zentimeter länger sein als bei deiner normalen Jeans, weil die Hose durch die Weite höher aufliegt.
Saumweite: Die Kante am Beinabschluss messen und verdoppeln. Unter etwa 44 Zentimetern ist es kein echter Wide-Leg-Schnitt mehr.
Größer oder kleiner bestellen
Die häufigste Frage. Unsere Empfehlung:
Wenn du den vollen Baggy Look willst, bleib bei deiner normalen Bundweite. Die Weite kommt aus dem Schnitt, nicht aus einer größeren Nummer. Eine Nummer größer bedeutet nur, dass die Hose an der Hüfte rutscht, und dann brauchst du einen Gürtel, der die Silhouette wieder zusammenzieht.
Wenn du zwischen zwei Größen liegst, nimm die kleinere. Denim dehnt sich beim Tragen an der Hüfte etwas aus, in der Länge dagegen nicht.
Wenn dir der Schnitt zu voluminös ist, geh eine Nummer runter statt auf ein anderes Modell. Der Schnitt bleibt derselbe, nur in kleinerem Maßstab.
Konfektionsgröße oder S bis 3XL
Bei uns gibt es beides, je nach Modell. Die Umrechnung ist grob: 28 bis 29 entspricht S, 30 bis 31 entspricht M, 32 bis 33 entspricht L, 34 bis 36 entspricht XL. Verlass dich im Zweifel auf die Bundweite in Zentimetern statt auf den Buchstaben.
Die Länge
Bei Wide Leg gibt es zwei Varianten, die beide richtig sind. Entweder der Saum bricht auf dem Schuh und wirft eine Falte, das ist der klassische Streetwear-Sitz. Oder der Saum endet knapp über dem Schuh, was aufgeräumter wirkt und bei kleineren Körpergrößen die Beine länger macht.
Zu lang ist die Hose erst, wenn der Saum hinten auf dem Boden schleift. Dann kürzen, aber vom Original-Saum immer nur so viel wie nötig.
Was dazu passt
Je weiter die Hose, desto mehr Struktur braucht das Oberteil. Ein Oversized T-Shirt, das etwa auf Höhe des Hosenbunds endet, gibt der Silhouette einen Bruchpunkt. Ein sehr langes Shirt über einer sehr weiten Hose lässt die ganze Figur formlos wirken.
Darüber funktioniert ein offener Zip Hoodie gut, weil die senkrechte Linie des Reißverschlusses die Breite ausgleicht.
Unsere Modelle findest du unter Baggy Jeans und Hosen. Alle Größenangaben stehen direkt am jeweiligen Produkt.































































