Eine Mütze kostet weniger als fast jedes andere Kleidungsstück und verändert ein Outfit trotzdem am stärksten. Das ist auch der Grund, warum Beanies bei uns seit Jahren die meistverkaufte Kategorie sind. Nur: falsch aufgesetzt sieht dieselbe Mütze schnell nach Baustelle statt nach Streetwear aus. Hier die vier Varianten, die tatsächlich funktionieren.

1. Der Slouch, weit hinten angesetzt

Die klassische Streetwear-Variante. Du setzt die Mütze so weit hinten an, dass der Haaransatz und ein Stück Stirn frei bleiben, und lässt den überschüssigen Strick nach hinten hängen. Wichtig ist, dass am Hinterkopf wirklich Material übrig bleibt, sonst wirkt es wie eine zu kleine Mütze statt wie ein bewusster Sitz.

Funktioniert am besten bei längeren Strickmützen ohne festen Umschlag. Bei kurzen Modellen fehlt schlicht der Stoff dafür.

2. Tief in die Stirn gezogen

Die Mütze sitzt knapp über den Augenbrauen und schließt an den Ohren ab. Das ist die Variante, die im Winter tatsächlich warm hält, und sie macht das Gesicht optisch kürzer. Wer ein längeres Gesicht hat, gewinnt damit. Wer ein rundes Gesicht hat, sollte eher eine Fingerbreite höher ansetzen, sonst wirkt das Gesicht noch runder.

3. Mit Umschlag, der Cuff

Der doppelt gelegte Rand ist die neutralste Variante und die, mit der man am wenigsten falsch machen kann. Ein einfacher Umschlag von etwa fünf Zentimetern reicht. Wird der Umschlag breiter, sitzt die Mütze automatisch höher und bewegt sich Richtung Slouch.

Bei Jacquard-Mützen mit eingestricktem Motiv lohnt es sich, vorher zu schauen, auf welcher Höhe das Motiv sitzt. Ein zu breiter Umschlag schneidet die Schrift ab.

4. Ohne Umschlag, glatt getragen

Der Rand bleibt einfach, die Mütze liegt eng an. Das ist die minimalistische Variante, die vor allem bei feinem Strick gut aussieht. Bei grobem Strick wirkt sie schnell formlos.

Welche Beanie passt zu welcher Gesichtsform

Die Regel ist einfacher, als sie klingt: Was das Gesicht optisch verlängert, ist gut bei runden Gesichtern. Was es verkürzt, ist gut bei langen Gesichtern.

Rundes Gesicht: Mütze höher ansetzen, gern mit etwas Volumen am Oberkopf. Langes Gesicht: tiefer ziehen, Umschlag ruhig breiter. Eckiges Gesicht: weicher Strick und ein Slouch nehmen der Kieferpartie die Härte.

Woran du gute Strickqualität erkennst

Der wichtigste Punkt ist, wie das Motiv auf die Mütze kommt. Bei Jacquard wird das Muster direkt in den Strick eingearbeitet, es ist also Teil des Gewebes. Bei aufgedruckten Motiven liegt Farbe auf dem Strick, und die reibt sich nach ein paar Wintern ab, besonders an den Stellen, wo die Kapuze scheuert.

Zweiter Punkt: Wie stark die Mütze zurückfedert. Zieh sie einmal auseinander und lass los. Guter Strick geht in die Ausgangsform zurück, billiger bleibt gedehnt. Genau das entscheidet darüber, ob die Mütze nach einer Saison noch sitzt.

Pflege: kalt und liegend

Strickmützen gehören nicht in die 60-Grad-Wäsche und nicht in den Trockner. 30 Grad Schonwaschgang oder Handwäsche, danach flach liegend trocknen. Aufgehängt zieht sich das Bündchen in die Länge und die Mütze sitzt nie wieder richtig.

Was dazu passt

Die Beanie ist der Abschluss nach oben, deshalb funktioniert sie am besten, wenn der Rest des Outfits Volumen hat: Oversized Hoodie und Baggy Jeans, im Winter eine Puffer Jacke darüber. Zu einem eng anliegenden Outfit wirkt eine voluminöse Mütze schnell wie ein Fremdkörper.

Unsere Modelle findest du in der Kategorie Beanies und Mützen, alle in Einheitsgröße. Wenn du zusätzlich nach Caps oder Ketten suchst, lohnt der Blick in die Accessoires.

Fabian Palla